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Auch für Weihnachtsmarkt-Leckereien: Röntgen-Experten des TÜV Thüringen schauen ganz genau hin
Dass die Expertinnen und Experten des TÜV Thüringen bei jeder Prüfung ganz genau hinsehen, weiß längst jedes Kind. Der Blick von außen ist dabei oft nur der Anfang, denn viele Prüfungen setzen auf komplexe Sensorik und entdecken damit auch solche Schwachstellen, die mit bloßem Auge nicht erkennbar wären. Zu den Klassikern unter den bildgebenden Verfahren zählt das Röntgen, das auch über 130 Jahre nach seiner Entdeckung überall dort für Klarheit sorgt, wo das menschliche Auge an seine Grenzen kommt. Aber hätten Sie gewusst, dass Röntgen-Technik auch beim Naschen auf den jetzt wieder öffnenden Weihnachtsmärkten vor unangenehmen Überraschungen bewahren kann?
Genau das ist der Fall, denn so wie viele andere Lebensmittel wird auch so manche Leckerei für die Weihnachtszeit routinemäßig durchleuchtet. Das Röntgen erlaubt unter anderem, unverzichtbare Weihnachtsmarkt-Klassiker wie gebrannte Mandeln oder Nüsse direkt in der Zuckerbäcker-Fabrik auf gefährliche Fremdkörper aus Metall oder Glas zu untersuchen. Auch unsere beliebte Thüringer Bratwurst, die auf keinem Weihnachtsmarkt im Freistaat fehlen darf, wird bei einigen Herstellern geröntgt, um die Feinheit des Bräts kontrollieren zu können. Um ganze Kugeln oder etwaige Bruchstücke der bei der Jagd genutzten Munition aufspüren zu können, werden mitunter übrigens auch Wild-Produkte geröntgt. Eine weitere Variante der Röntgenprüfung kommt bei vielen Abfüllanlagen für Glühwein, Kinderpunsch und andere Getränke zum Einsatz, denn mit Hilfe der von Conrad Röntgen entdeckten Strahlen kann auch der Füllstand der Flaschen und damit die Abfüllmenge rasend schnell kontrolliert werden.
Ähnlich wie im medizinischen Bereich liegt der Fokus des TÜV Thüringen auch bei der Qualitätskontrolle für die Lebensmittelindustrie auf der Überwachung der Röntgengeräte selbst: Nur mit technisch einwandfreien und regelmäßig unabhängig überprüften Anlagen können die Produzenten sicherstellen, dass von ihren Röntgengeräten keine Gefahren für die untersuchten Nahrungsmittel oder die in der Nähe arbeitenden Angestellten ausgehen. Der TÜV-Röntgenreport zeigt, wie wichtig die Prüfungen sind: Bei 12 Prozent der insgesamt 15.567 im Jahr 2024 untersuchten Geräte wurden Mängel entdeckt. Das sind mehr als 1.850 potenzielle Gefahrenquellen, die im Anschluss beseitigt werden konnten.