TÜV Thüringen und Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main: 15 Jahre Zusammenarbeit im Dienst der Sicherheit

Mehr als 200 Millionen Fahrgäste fuhren 2019  mit den öffentlichen Verkehrsmitteln der VGF in Frankfurt am Main. Mindestens ebenso wichtig: Im Vergleich mit Auto und Fahrrad können sich die Verantwortlichen der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) laut repräsentativer Umfragen über die zufriedensten Nutzer freuen. Realisierbar sind solche Zahlen nur, wenn alle Abläufe aufeinander abgestimmt sind und auf dem insgesamt über 200 Kilometer langen Liniennetz für Stadt- und Straßenbahn sprichwörtlich ein Rädchen ins andere greift. Genau hierfür setzt die VGF im technischen Fachbereich Systemtechnik seit mittlerweile 15 Jahren auf die Qualitätsmanagement-Experten des TÜV Thüringen, die den Mobilitätsanbieter unter anderem im Zuge der ISO 9001-Zertifizierung unterstützen. Das Erfüllen der Zertifikats-Voraussetzungen wird dabei keinesfalls als Pflichtübung wahrgenommen, sondern als ständige Chance zum Entdecken weiterer Verbesserungspotenziale geschätzt.

Das über 15 Jahre konsequent optimierte und von Verantwortlichen wie Christian Schmidt tagtäglich gelebte Managementsystem der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main ist das Fundament für bestmögliche Zuverlässigkeit der Technik, optimale Prozesse zur Bedienung der Kundenwünsche und das Einhalten sämtlicher Sicherheitsvorgaben. Hierbei gilt es, neben bestmöglich geplanten Abläufen für normale Tage auch überzeugende Konzepte für nicht vorhersehbare Probleme und Zwischenfälle in der Hinterhand zu haben: In einer Metropole wie Frankfurt am Main, deren Infrastruktur Tag für Tag hunderttausende Pendler und Touristen bewältigen muss, gibt es immer wieder neue Herausforderungen für die Verkehrsplaner. Um dabei jederzeit den Überblick zu bewahren und noch schneller auf mögliche Probleme reagieren zu können, wird die VGF  gemeinsam mit Siemens Mobility unter der Projektbezeichnung Digital Train Control System Frankfurt (DTC) die vorhandene Zugsicherung durch ein digitales System auf der Basis Communication Based Train Control System (CBTC) ersetzen. Mit dieser Technologie fahren Stadt- und Straßenbahnen über Funk miteinander verbunden und in Echtzeit digital verknüpft. Die digitale Echtzeit-Verknüpfung erlaubt kürzere Abstände zwischen den Zügen und macht damit ohne teure Baumaßnahmen den Einsatz zusätzlicher Bahnen möglich.

Zwar hat so mancher Pendler im Zuge der Corona-Pandemie dem eigenen Auto den Vorzug gegeben und den öffentlichen Personen-Nahverkehr (ÖPNV) bewusst gemieden, aber dabei handelt es sich aus der Sicht von Experten um ein vorübergehendes Phänomen: Nicht nur die Verkehrslage auf den immer öfter verstopften Straßen der großen Metropolen spricht klar für „die Öffentlichen“, auch die um Längen bessere Umweltbilanz wird für immer mehr Menschen ein schlagendes Argument. Damit die Verkehrsgesellschaft Frankfurt auch mit weiter steigenden Fahrgastzahlen souverän umgehen kann, will sie auch in Zukunft auf die Erfahrung des TÜV Thüringen setzen.


Bildquelle: Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF)