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Digitaler Führerschein

Digitaler Führerschein in i-Kfz-App: Führerschein auf dem Smartphone. Was ändert sich für Autofahrer?

Bis Ende 2026 soll der digitale Führerschein in die i-Kfz-App des Kraftfahrtbundesamts integriert werden. Damit wandert der Führerschein aufs Smartphone, aber keine Angst: der analoge Kartenführerschein bleibt dennoch als führendes Dokument erhalten und behält seine Gültigkeit. Mit dem digitalen Führerschein können Autofahrerinnen und Autofahrer ihre Fahrerlaubnis künftig auch digital nachweisen – beispielsweise bei einer Verkehrskontrolle oder bei der Nutzung von Mobilitätsangeboten wie Carsharing oder beim Anmieten eines Fahrzeugs. Die dafür notwendige gesetzliche Grundlage ist seit dem 1. Juli 2026 in Kraft.

Der digitale Führerschein ist dabei ausdrücklich kein Ersatz für die bisherige Scheckkarte, sondern lediglich eine zusätzliche Möglichkeit zum Nachweis der Fahrerlaubnis. Der klassische Kartenführerschein, den viele Autofahrer erst vor wenigen Monaten auf das fälschungssichere EU-Format aktualisiert haben, bleibt also weiterhin gültig. Ziel der Digitalisierung ist es, den Führerscheinnachweis einfacher und komfortabler zu machen und neue digitale Mobilitätsangebote zu ermöglichen. Schon bisher war es nach dem gleichen Ansatz möglich, auch einen digitalen Fahrzeugschein in der i-Kfz-App des Kraftfahrtbundesamts (KBA) zu hinterlegen.

Mehr Komfort – aber auch neue Fragen zur Sicherheit

Für viele Autofahrer dürfte der digitale Führerschein vor allem eines bedeuten: eine weitere Karte, die künftig zu Hause bleiben kann. Denn wer das Smartphone ohnehin ständig bei sich trägt, hat künftig auch den Führerscheinnachweis immer zur Hand. Auch für Anbieter von Carsharing, Autovermietung oder anderen Mobilitätsdiensten können sich neue Möglichkeiten ergeben.

„Die Digitalisierung des Führerscheins kann im Alltag viele Prozesse vereinfachen. Dass Autofahrer ihren Führerschein künftig kaum noch vergessen können, dürfte zum Beispiel so manche Verkehrskontrolle erleichtern. Natürlich muss der digitale Nachweis noch in der Praxis beweisen, dass er genauso verlässlich und fälschungssicher wie sein analoges Pendant ist“, sagt Andreas Neumann vom TÜV Thüringen.

Der digitale Führerschein kommt – aber nicht über Nacht

Der für Deutschland geplante digitale Führerschein ist Teil einer größeren europäischen Entwicklung. Auf EU-Ebene ist ebenfalls ein digitaler Führerschein vorgesehen, der künftig über eine europäische digitale Identitäts-Wallet genutzt werden soll. Die europaweite Einführung ist bis 2030 vorgesehen. Bis dahin gilt der neue digitale Führerschein vorerst nur in Deutschland und stellt somit nur einen ersten Schritt in Richtung digitaler Fahrerlaubnis dar. Für Autofahrer bedeutet das: Der „Lappen“ verschwindet (noch) nicht – er bekommt nur einen digitalen Zwilling.